Please Log In or Register Now for full functionality.

LinkedIn YouTube Twitter Facebook Newsletters

Hilfe?

Support

Behind the Scenes: Unsere Autoren – Simon Rahm

In unserer neuen Rubrik „Behind The Scenes“ rücken wir unsere Komponisten ins Rampenlicht! Wir möchten nicht nur die Musik unserer Autoren vorstellen, sondern auch einen Einblick in die Vita und Referenzen gewähren. Heute stellen wir Simon Rahm vor.



Eigentlich wollte ich gar kein Komponist werden. Tennisprofi war mal angedacht, aber da stellte sich schnell raus, dass mir dazu das Talent oder die Hingabe oder beides fehlte. Also warum nicht das Nächstbeste: Journalismus. Bei so vielen Karriereoptionen habe ich allerdings das Wesentliche übersehen: Dass ich seit meinem fünften Lebensjahr Klavier spiele und seit dem Alter von 13 oder 14 eigene Stücke geschrieben habe. Über Umwege bin ich dann tatsächlich bei der Medienmusik gelandet. Einer dieser Umwege war die Band „Jesus On Extasy“, deren Gründer und Sänger ich war, und mit der ich einen Plattenvertrag bei Drakkar Records / Sony BMG hatte. So kam ich bei Videodrehs erstmalig mit Filmemachern in Kontakt, für die ich dann die ersten kleineren Filmmusiken geschrieben habe. Das war so 2007. Irgendwann habe ich den Journalismus an den Nagel gehängt und mich getraut, hauptberuflich Musik zu schreiben. Heute kann ich mir nichts schöneres mehr vorstellen. Tennis spiele ich aber auch noch ab und zu.

+ + +

FÜNF FRAGEN AUS DER PRODUCTION MUSIC

Production Music ist…
… für mich die ideale Gelegenheit, mich musikalisch auszuleben, ohne den Druck eines Produzenten oder Regisseurs im Nacken. Ich kann herumprobieren, neue Genres erkunden oder einfach die Musik machen, die ich selbst gerne hören würde.
Außerdem ist es spannend zu sehen, wo die Musik letzten Endes auftaucht. Im Gegensatz zur Filmmusik, wo ich vorher weiß, wofür ich die Musik schreibe, überraschen mich die Einsätze meiner Production Music immer wieder aufs Neue.

Beschreibe Deine Musik in 3 Worten und was macht sie einzigartig:
Druckvoll. Symphonisch. Elektronisch. Ich glaube, was meine Musik einzigartig macht, ist zum einen die Mischung aus analogen Synthesizern und klassischen Instrumenten, E-Gitarren und Perkussion, zum anderen aber auch die Herangehensweise beim Komponieren. Viele meiner Stücke entstehen am Klavier, ganz klassisch. Aber ich bin offen, was den Schaffensprozess angeht. Manchmal ist es ein bestimmtes Patch am Synthesizer oder ein Drum-Pattern, dass die Stücke in meinem Kopf entstehen lässt und ich muss das alles dann nur noch aufnehmen.

Wer oder was inspiriert Deine Musik?
Ich glaube, das im Detail zu beantworten, würde den Rahmen sprengen. Ich glaube daran, dass wir ein Produkt all unserer Erfahrungen und Einflüsse sind. Mein Vater war ein riesiger Fan klassischer Musik und wollte selbst auch Opernsänger werden. Von daher bin ich mit dieser Art von Musik aufgewachsen. Ich habe als Kind schon angefangen, Filmsoundtracks zu sammeln und ich glaube, dass mich das schon sehr geprägt hat. So bin ich auf John Williams oder Alan Silvestri gestoßen, aber durch „Highlander“ zum Beispiel auch auf Queen. In meiner Jugend oder frühen Erwachsenenzeit bin ich dann mit verschiedensten Arten von Rock und Metal in Berührung gekommen und war sofort elektrisiert von der Kraft, die diese Musik verströmt. Auch hier waren es schon immer die Hybriden, die mich am meisten fasziniert haben, also Mischungen aus Metal und Elektronik, wie Nine Inch Nails oder Ministry zum Beispiel.
Ich glaube, die Musik, die ich heute schreibe, ist die Summe all dieser Einflüsse und ich bin gespannt, was da im Laufe der Jahre noch dazukommen wird.

Welchen Soundtrack/Album hättest Du gerne selber geschrieben und warum?
Auch hier: Das würde jetzt den Rahmen sprengen. Aber was Filmscores angeht, bin ich schon ziemlich begeistert von den Scores zu „Star Wars“-Scores, „Back To The Future“, „Blade Runner“, „The Dark Knight“, „Game of Thrones“ oder „The Social Network“. Ein Werk wie „Star Wars“ zu erschaffen, dass sich ins popkulturelle Gedächtnis von Generationen einprägt, ist das ultimative Ziel. Aber es gibt einfach zu viel, das mich begeistert, um alles aufzuzählen. Da draußen treibt sich unheimlich viel Talent herum.

Woran arbeitest Du gerade?
Momentan liege ich in den letzten Zügen für mein nächstes WCPM-Album. Außerdem arbeite ich gerade an einer Dokumentation der Regisseurin Anna Brüggeshemke mit dem Titel „Emma“, in der es um ihre Schwester geht.

+ + +

ALBEN IN DER WCPM LIBRARY:

ER1103 Defender – Making of

Film credits: Merlin Morzeck & Jonas Grote

+ + +

Für Lizenzierung oder sonstige Anfragen kontaktiert uns unter Tel. +49 (40) 441802-26.

Posted on Dezember 14, 2018 in News.

Behind the Scenes: Unsere Autoren – Simon Rahm