Warner/Chappell Production Music

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„The Mystery Of The Golden Road“

Gitarrist und Produzent Jewel Timo (aka Jool) hat soeben sein neues Album fertiggestellt, ein fiktives Soundtrackalbum. Für „The Mystery Of The Golden Road“ bereitete er sich wie ein Schauspieler auf seine Rolle, wie ein Regisseur auf seinen Film vor und reiste mehrere Monate durch Asiens und Australiens ursprünglichste Natur. Anschließend lud er eine ganze Reihe illustrer Gastmusiker ein. Wer hinter dem Album steckt und wie es entstanden ist, erzählt Jool genauer in folgendem Interview!

„Jool, Dein neues Album ist ein fiktives Soundtrackalbum, das nach einer Mischung aus Tarantino, Coen Brothers und Wim Wenders klingt.
Wie kam es zu der Idee?

Als ich im vergangenen Jahr die Broadway Satire Birdman im Kino anschaute, faszinierte mich sein reduzierter Soundtrack und ließ mich nicht mehr los. Er bestand zum Großteil allein aus Solodrum-Performances, die vom mexikanischen Jazz-Schlagzeuger Antonio Sánchez live in den Schaffensprozess des Films eingearbeitet waren. So etwas hatte es bis dato nicht gegeben. Ein gesamter Soundtrack quasi allein bestehend aus Schlagzeug-spiel. Das zog mich sofort in den Bann und verführte mich zu einer Idee. Ich wollte ein Album produzieren, das aus Titeln bestehen sollte, die ausschließlich mit nur einem Instrument live eingespielt werden. Ich wollte es “Art of Noise” nennen und hatte die Vision, einen Soundtrack zu produzieren, der in einen Tarantino Film passen könnte.

Dein Album wurde im Verlauf in „The Mystery Of The Golden Road“ umgetauft und beinhaltet auch zwei wundervolle Orchestertitel. Darüber hinaus sind viele tolle Gastmusiker zu hören wie etwa „Hall Of Fame“ Musiker und Weckling Crew Mitglied, Don Peake (Ray Charles, Marvin Gaye), Jack Cook (The Temptations, Jeff Buckley) oder Christian Wunderlich, Gitarrist von Mayer Hawthorne. Wie kam es zu dem Titel und wie kam es zu den vielen interessanten musikalischen Kooperationen?
Das Konzept verfeinerte sich in der Zusammenarbeit mit Sascha Peters und Björn Wagner von Warner Chappell. Der Titel “The Mystery Of The Golden Road” entstand aus einem Brainstorming mit Sascha und Björn und ist autobiografisch zu verstehen. Für die Albumproduktion begab ich mich Ende 2015 Anfang 2016 u.a. auf Roadtrips durch Asien und entlang der australischen Great Ocean Road. Der Ort Seacroft befindet sich im Herzen der Great Ocean Road. Ein magischer Ort vollster Naturblüte und Urgewalt. Er lieferte die Inspiration zu dem gleichnamigen Orchestertitel. Bereits zu Beginn meiner Albumidee verspürte ich die Sehnsucht eines Come Togethers mit alten Freunden aus aller Welt, sowie neuen dazugewonnenen Musikern, die ich auf meiner Reise kennenlernen würde. Auf meinen vergangenen Touren habe ich eine ganze Reihe an Künstlern kennengelernt, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Also weihte ich sie in mein Projekt ein und stieß zum Glück auf reges Interesse. So entstanden Kooperationen mit rund 10 Komponisten.

Magst Du uns davon erzählen, wie einzelne Titel enstanden sind?
Gern. Ich fang mal am Schluss an. Gegen Ende der Produktion, sprach mich eine Nachbarin an.“Jool ich kenne da einen Gitarristen, den musst Du kennen lernen. Mein zukünftiger Schwiegersohn!“ Am nächsten Tag stand sie mit Will Jacobs vor meiner Haustür und sie hatte nicht zuviel versprochen. Will und ich spielten am nächsten Tag „The Buster“ in nur wenigen Minuten ein. Will entpuppte sich nicht nur als Ausnahmegitarrist, sondern auch als ein begnadeter Sänger und Multi-Instrumentalist.

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Wie verliefen die weiteren Kooperationen?
„Wellington“ war ursprünglich als Solopianostück gedacht. Ich traf mich mit Christopher Noodt (Mark Forster) in Berlin und wir nahmen das Stück live am Flügel auf. Ich musste an Neuseeland und Herr der Ringe denken. Und so wuchs in mir der Wunsch nach einem Orchester. Diese bezaubernden Orchesterparts entwickelte Makob und wir produzierten sie dann gemeinsam. Im Anschluss spielte ich eine Slidegitarre ein. „Seacroft“ entstand ganz ähnlich. Jack Cook schickte ich einen Drumtrack aus dem Film „Birdman“ und beschrieb mein Projekt als eine solo-instrumental-soundtrackcompilation und das ein psychedelischer Drumsolotitel ein Traum wäre. Kurz darauf schickte mir Jack einen Track in einer groben Fassung, den ich später „Cook“ nannte.
Auf meiner Reise durch Asien lernte ich bei einem gemeinsamen Auftritt in Bangkok den talentierten spanischen Saxofonisten Antonio Pedrero Garcia kennen.
Es entstand „Sax in The City“.

„The Mystery Of The Golden Road“ spielte ich live mit Anders auf Piano und Slidegitarre ein. Später folgten Overdubs.
Insgesamt war allerdings das Live Recording und einspielen ohne Metronom ganz zentral bei der Albumproduktion. „Slide“ spielte ich auf einer 61er Silvertone Akustikgitarre in meinem Homestudio ein.

„Jonathan“, ein soulful minimaler Gitarrentune entstand in Zusammenarbeit mit meinem Kumpel Kriso Lindberg.

Harald Wendt kontaktete mich im letzten Jahr auf Facebook. Ich glaube, wir hatten das letzte Mal Kontakt vor über 20 Jahren.
Ich überredete ihn dazu einen Solotitel aufzunehmen, der ein wenig so klingen sollte , als würde er in einer dunklen Bar in einer New Yorker Seitenstrasse in den 50er Jahren spielen. „50 Shades Of Grace“ ist seine erste offizielle Veröffentlichung. Harald kommt aus dem gleichen Nest , in dem ich geboren bin, Rendsburg am Nord-Ostsee-Kanal. Ein großartiger Jazzgitarrist. Er lieh mir übrigens einst den Bass für meine ersten 4 SpurTaperecorder Aufnahme.

Christian Wunderlichist ein wundervoller Gitarrist, mit seiner ganz speziellen psychedelisch, experimentellen Note. Ich wollte ihn unbedingt an Bord haben. Ich lernte ihn vor ein paar Jahren auf einem Konzert in der Whiskey Bar in Hollywood kennen. Die tollen Titel „Brand New Mexico“ und „Pure Surf Drugs“ stammen von ihm.

Zu Don Peake und mir gibt es eine ganz spezielle kleine Geschichte, die sich vor ein paar Jahren ereignete: „Hi Don. Here is Jool, a friend of Alexa. Sorry to bother you but listen…. its crazy…. When I was about ten years old my dad told me about an extraordinary guitarist who´d impressed him. He was playing along with the Everly Brothers at the “Hamburg Starclub” and quite inspiredsome musicians, which later became legends them selselves. Now his name crossed my mind again – Mr. Don Peake. But there´s more to it than that. Last year I discovered a
video on youtube of Ray Charles performing live on Stage in Japan. Because I loved the choreography of Ray Charles`s dancers I send it up to my dancers, which attended at one of my next concerts. And who rocked the guitar in the Ray Charles Band? Mr. Don Peake, the first white musician in the Ray Charles Band. Immediately I took a look on your website and noticed that you have practiced an unusual form of sport: racing cars. What could be more unusual
than the fact that my dad also raced cars. And just like you … with a Mini Cooper!“ „No…no… I can´t believe it. It´s amazing. Unbelievable.“ Don was thunderstruck. „You wanna come visit me in my studio?“, he added quick. Great! See you on Saturday.“

Die Zusammenarbeit hat insgesamt großartig harmoniert. Warner Chappell war für dieses Projekt mein Wunschpartner. Die Zusammenarbeit ist ein Genuss und die Synergie mit Label, Grafik und Musikern war einfach großartig. Alle Musiker waren ohne Ausnahme jeden Moment mit vollstem Herzen dabei und haben keinen Umstand gescheut.

Ein besonderer Dank an dieser Stelle geht nochmal an alle Beteiligten. Es war wirklich großes Glück und gerade auch in den kreativen Prozessen schwebte immer eine besondere Leidenschaft und Magie mit.

Dafür möchte ich mich herzlichst bedanken.

Und ich hoffe natürlich sehr, viele Hörer finden Gefallen und Verwendung an unserer Musik!

Weitere Rezensionen zum Album in:
GITARRE & BASS
INHARD

Hier geht es zum Album: „THE MYSTERY OF THE GOLDEN ROAD“ (PP037)

Posted on August 3, 2016 in News.

„The Mystery Of The Golden Road“